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Auch in die Personalentwicklung hat die Digitalisierung längst Einzug erhalten. Durch die Pandemie wurde dieser Trend noch einmal verstärkt. Online Workshops und Remote Trainings sind an der Tagesordnung. Die richtige Gestaltung der Maßnahmen ist gerade für die Online-Durchführung das A und O, damit sie den gewünschten Effekt bei Ihren Mitarbeiter*innen erzielen. Worauf Sie dabei achten müssen, erklären wir Ihnen in diesem Artikel.

Viele Mitarbeiter*innen arbeiten derzeit aus dem Home Office und auch für die Zeit nach der Krise wollen Führungspositionen Home Office und Remote Work generell mehr möglich machen. Das bedeutet, dass viele Prozesse und Maßnahmen erfolgreich digital übersetzt werden müssen.

Personalentwicklungs-Maßnahmen lebten vor Corona vor allem davon, dass man sich real und physisch begegnet. Trainer*innen sind vor allem daraufhin ausgebildet, Gruppensituationen zu gestalten und aktiv zu moderieren. Körpersprache und Mimik zu deuten - das ist auch für die Teilnehmenden ein wichtiger Part der sozialen Interaktion bei Trainings. Diese Themen sind digital nicht 1:1 abbildbar und übertragbar. Daher gibt es ein paar Punkte zu beachten, um Personalentwicklung auch digital gut zu gestalten:

Ganztägige Workshops aufteilen

Die wenigsten Menschen können sich acht Stunden am Stück konzentrieren - vor allem nicht, wenn Pausen hauptsächlich daraus bestehen, dass man alleine einmal schnell ums Haus geht. Wollen Sie also mehr Inhalt in einem Seminar vermitteln, sollten Sie die magische 4-Stunden-Marke nicht zu überschreiten. 

Teilen Sie den Workshop auf zwei Tage á 4 Stunden auf und achten Sie auch hier noch auf ausreichend Pausen zwischen Ihren Einheiten. Ihre Kolleg*innen lernen außerdem mehr, wenn sie selbst aktiv sind. Versuchen Sie also viele Übungseinheiten einzubauen, in denen die Teilnehmenden Ihres virtuellen Workshops das Gelernte anwenden können.

Neuer Call-to-Action

Sie planen einen Workshop oder ein Seminar bei dem sich die Teilnehmenden noch nicht untereinander kennen? Veranstalten Sie einen kleinen Pre-Workshop mit Kennenlernrunden und Ice-Breakern, damit sich die Teilnehmenden bereits vorab beschnuppern können. Dies erhöht auch das Commitment zur Teilnahme am eigentlichen Workshop. Gerade Gruppen-Übungen, bei denen Offenheit gefragt ist, werden für Ihre Kolleg*innen später leichter, wenn sie sich untereinander bereits etwas vertraut gemacht haben.

Mit Aktivierungsübungen die Aufmerksamkeit halten

Apropos Übungen. Kennen Sie das Gefühl, wenn Sie einer längeren, dennoch spannenden Geschichte zuhören und trotzdem nichts dagegen tun können, dass Sie gedanklich langsam abdriften? Wir können nichts dagegen tun, dass sich die Gedanken an unsere nächsten ToDos langsam den Weg in unser Bewusstsein bahnen, wenn über einen längeren Zeitraum nur einer unserer Sinne gefordert wird.

Um die Aufmerksamkeit Ihrer Teilnehmenden aufrecht zu erhalten, bieten sich daher sogenannte Aktivierungsübungen an. Charakteristisch für diese Übungen ist, dass sie mehr als zwei Sinne beanspruchen und in der Regel Bewegung erfordern. Aktivierungsübungen eignen sich hervorragend zur Auflockerung eines Seminars beispielsweise als Zwischensequenz oder nach einer Pause. Sprechen Sie bei den Teilnehmenden vorab kurz an, welchen Zweck Sie mit der Übung verfolgen, um die Akzeptanz zu erhöhen.

Have a (digital) break

Gerade in größeren Gruppen bleibt die Interaktion zwischen den Teilnehmenden oft auf der Strecke. Nicht alle Teilnehmenden kommen bei Fragerunden zu Wort oder trauen sich, eine Diskussion zu starten, aus Angst, es könnte den Rest der (großen) Gruppe aufhalten.

Mit Breakout-Rooms in Zoom oder über zusätzliche Tools wie Gathertown können Sie die Gruppe der Teilnehmenden in Kleingruppen unterteilen, in denen dann ein aktiverer Austausch stattfinden kann. Auch virtuelle Whiteboards (z.B. Miro) oder Time-Keeper-Tools (bspw. dailytoast.io) können helfen, spielerische Aspekte in das Online Seminar zu integrieren und die Aufmerksamkeit der Teilnehmenden zu halten.

Feedbackkultur aufrecht halten

Zur Personalentwicklung gehören natürlich mehr als reine Trainings und Seminare. Auch eine gesunde Feedbackkultur trägt im Unternehmen zu einer steten persönlichen Weiterentwicklung bei. 

Neuer Call-to-Action

Lassen Sie diese wichtigen Maßnahmen während der Home Office Zeiten nicht ausfallen. Regelmäßige Mitarbeiter*innen-Gespräche können auch per Videokonferenz abgehalten werden. Briefen Sie Ihre Kolleg*innen vorab mit einem Gesprächsleitfaden, der den Gesprächspartner*innen zur groben Orientierung dient und dafür sorgt, dass wirklich alle Punkte angesprochen werden.

Kein*e Teilnehmer*in gleicht der oder dem anderen

Wie wir am besten lernen, unterscheidet sich von Mensch zu Mensch. Die eine braucht vielleicht eine ganz neue Umgebung, um den Kopf frei zu bekommen und um neue Eindrücke aufnehmen zu können. Ein anderer kann sich möglicherweise am heimischen Schreibtisch am besten konzentrieren und mag keine langen Anreisewege oder Übernachtungen in Hotelbetten.

Digitale Maßnahmen, bei denen jede*r an Ort und Stelle bleibt, können derzeit viel abbilden, perspektivisch wird es aber wahrscheinlich auch wieder mehr hybride Lösungen geben, bei denen auch Vor-Ort-Sequenzen angeboten werden. So können alle Teilnehmenden in ihrer perfekten Lernumgebung zum besten Wissensaufbau gelangen.

Die Idee zu diesem Artikel entstand im Rahmen eines Cluhouse Talks mit Eva Stock, Nina Vöge und Jannis Tsalikis. In der LinkedIn Gruppe "HR Clubhouse" werden alle aktuellen Termine für den HR Lunch geteilt - jetzt folgen und auf dem Laufenden bleiben!


Blog_FooterWie hat das letzte Jahr die Personalentwicklung in Ihrem Unternehmen beeinflusst? Konnten Seminare und Workshops digital stattfinden?

Eva Stock, Head of Business Relations bei Jobufo, freut sich auf Ihr Feedback! Hier in den Kommentaren oder per Mail an eva.stock@jobufo.com




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