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    Bis zu 90 Mal am Tag geht unser Blick zum Smartphone. Dies bedeutet, dass man als Unternehmen ziemlich oft Gelegenheit hätte, mit einem potenziellen oder aktuellen Bewerber über das Smartphone in Kontakt zu treten. Trotzdem werden mobile Endgeräte im Recruiting-Prozess immer noch als Exoten wahrgenommen.
     
    Viele Unternehmen verbieten aus Datenschutzgründen mittlerweile bestimmte mobile Messenger. Warum das Verbot von Whatsapp und Co. für Recruiter absolut keine gute Idee ist und weshalb sich mobile Kanäle lohnen, haben wir für Sie in 5 Mobile Recruiting Trends zusammengefasst.

     

    1. Trend im Mobile Recruiting: Der Recruiter wird zum Influencer

    Influencer - das bringt man schnell mit Marken-Werbung und Kosmetik-Tutorials auf Youtube in Verbindung. Was haben Influencer nun mit Recruiting zu tun?

    Tatsächlich sind die Recruiter im virtuellen Raum die wichtigsten Unternehmens-Marken-Botschafter. Sie sind es, die Kandidaten ansprechen, begeistern und mit Eindrücken zum Firmenalltag versorgen. Dabei reicht es heute nicht mehr, nur ein gut gepflegtes Xing- oder LinkedIn-Profil zu haben.

    Etwaige Kandidaten tummeln sich auch in weiteren Kanälen. Egal ob Twitter, Facebook oder Instagram. Ein guter Recruiter oder Sourcer nimmt alle Kanäle ernst und hat auch wenig Berührungsängste damit, sich persönlich und das Unternehmen nahbar zu zeigen und einen eigenen digitalen Fußabdruck zu hinterlassen.

    Ein gutes Beispiel für dieses “Personal Branding” und damit auch für die Reputation des Unternehmens, in dem der Recruiter arbeitet, sind Curley Fiedler, Recruiterin bei Orbit Digital oder Alexander Grünert, Head of Recruiting bei EffiCon GmbH & Co. KG

     

    2. Trend im Mobile Recruiting: Snapchat und TikTok gewinnen weiter an Relevanz

    Instagram hat sich mittlerweile auch schon über die Zielgruppe der Digital Natives hinaus etabliert. Unterdessen sind die jüngeren User klammheimlich zum nächsten Kanal gewechselt: TikTok.

    TikTok selbst ist als Kanal sehr jung und dementsprechend bewegt sich auch die Nutzergruppe zwischen 12 und 25 Jahren. Aber wie der Recruiting-Experte Robindro Ullah in unserer Interview-Reihe Insight:HR erklärt, ist TikTok gerade deshalb für Recruiting und Employer Branding so interessant, weil es noch wenig Unternehmens-Konkurrenz in den Kanälen gibt.

    Während man bei Instagram für die ersten 1000 Follower lange kämpfen muss, ist man bei TikTok schneller über die Tausender-Hürden, wenn man die passenden Inhalte präsentiert. 

    Das schon oft tot gesagte Snapchat erfreut sich immer noch großer Beliebtheit und zeigt unterdessen seine wahren Recruiting-Qualitäten. Wenn man preisbewusst unterwegs sein möchte, sollte man in jedem Fall über Snapchat nachdenken. Im Vergleich zu Instagram ist Snapchat nämlich wesentlich kostengünstiger.

     

    3. Trend im Mobile Recruiting: Jodelst du schon oder postest du noch?

    "Jetzt spinnen die von Jobufo aber - soll ich mich jetzt auf das Dach unseres Unternehmens stellen und die Jobangebote jodeln oder mit dem Alphorn rausposaunen?! "
    Keine Angst, bevor sie jetzt hektisch nach" Jodelkurs + Ihre Stadt" googlen, können wir sie beruhigen. Es geht nicht um die österreichische Gesangskunst, sondern um eine App.

    Jodel erfreut sich seit 2014 gerade unter Studenten und jungen Erwachsenen großer Beliebtheit. Deutschlandweit nutzen junge Menschen diese App, um sinnvolles bis sinnloses in die Welt hinaus zu posaunen. Jodel ist quasi ein anonymes WhatsApp, weil die User keine Namen oder Fotos haben, sondern einen stilisierten Waschbär-Icon (das Logo von Jodel) und eine Zahl.

    Durch geschicktes geotagging sieht der User auch nur die “Jodel” im Umkreis von bis zu 10 Kilometern. Mittlerweile hat Jodel seine Oberfläche aufgerüstet und Kanäle installiert. Einer davon nennt sich @jobs und ist pro Stadt voll mit Studenten, die einen Nebenjob als Kellner suchen, bis hin zu Masteranden, die den Jobeinstieg suchen.

    Mittlerweile gibt es auch die Möglichkeit, dass Firmen kostenpflichtige Jobangebote schalten können. Das nennen wir von Jobufo direktes Recruiting an der Zielgruppe.

     

    4. Trend im Mobile Recruiting: Whatsapp und Messenger wichtigstes Medium

    Wir haben uns bereits an das Bild gewöhnt: Junge Menschen halten ihre Smartphones schräg vor ihr Gesicht, um Sprachnachrichten aufzunehmen. Oder sie sitzen Gedankenverloren in Bus und Bahn, um eben solche abzuhören.Telefonieren ist out. SMS sind tot. Lang lebe der Messenger! Dienste wie WhatsApp, Telegram oder Threema sind die Kommunikationskanäle der Stunde.

    Auch wir bei Jobufo wissen: Unsere Nutzer schätzen es sehr, dass wir viel und direkt mit Ihnen über WhatsApp kommunizieren. Dabei machen es Mobile Messenger einfach, sich, an den Bedürfnissen des Gegenübers zu orientieren. Von getippter Nachricht über Sprachnachrichten zu Video-Calls oder Videoaufnahmen ist alles drin. Und gerade diese Vielfalt sollten sich Recruiter zu Nutze machen.

    Einen Kanal kategorisch auszuschließen, der über 1,5 Milliarden weltweite Nutzer hat, ist nicht besonders ratsam. Insbesondere berufstätige Kandidaten schätzen es, dass sie sich nicht in der Toilette oder im Meetingraum verkriechen müssen, wenn sie den Namen eines Recruiters auf dem Smartphone aufblinken sehen. Wie so oft, bestimmt der Kandidat, was im Recruiting funktioniert und was nicht.

     

    5. Trend im Mobile Recruiting: Das mobile Erlebnis muss für den Bewerber durchgängig gestaltet sein

    Hand aufs Herz: Haben Sie schon versucht, sich auf einem mobilen Endgerät - also mit Smartphone oder Tablet - auf einen Ihrer Jobs zu bewerben? Oft kommt bei diesem Versuch die Erkenntnis: "Huch, das geht ja gar nicht!" Hier soll ich einen Lebenslauf hochladen, dort ist das Feld auf dem Smartphone viel zu klein, um überhaupt ordentlich den Namen einzugeben. Und Wo ist denn auf dem Smartphone der “weiter”-Button geblieben?!

    An allen Stellen, wo Sie mobil nicht weiterkommen, wird es Ihrem potenziellen Kandidaten genauso ergehen. Und was nutzt die tollste Instagram oder Snapchat-Anzeige, wenn das mobile Erlebnis mit Klick auf “Jetzt bewerben” endet? Richtig: Es nutzt gar nichts.
    Der Bewerber wird nicht mehr an einem Rechner nach Ihnen suchen. Sofern er überhaupt noch einen besitzt. Und wer von Ihnen hat seinen CV griffbereit auf dem Smartphone? Oder kann auf eben diesem ein Anschreiben verfassen?

     

    Sie verstehen, worauf wir hinaus wollen: Prüfen Sie Ihren eigenen Prozess und gestalten Sie ihn so, dass er auch für die mobilen User Bewerbungsfreude statt Bewerbungsfrust bringt! Sollten Sie dabei Unterstützung benötigen, helfen wir von Jobufo Ihnen sehr gerne dabei!
    Unser Lösung ist garantiert zu
    100% mobil optimiert.

    Mehr Informationen finden Sie auf Jobufo.com




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    Melina Garber von Personio im Podcast-Interview


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