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    REMONDIS_Final

    Mehr als 30.000 Mitarbeiter an 800 Standorten, verteilt auf 4 Kontinenten. Ein globaler Player, der trotzdem familiär agiert. REMONDIS ist eventuell nicht jedem sofort ein Begriff. Dabei sorgen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von REMONDIS weltweit dafür, dass Recycling, (Industrie-)Services und Wasser funktionieren bzw. zugänglich sind. REMONDIS war einer der ersten Jobufo-Kunden, der unsere neue Lösung zur Videobewerbung für den Browser implementierte. Die Umsetzung war nicht zuletzt dank der engagierten Personalreferentin Anne-Mareike Henning schnell geschehen.

    Bei der Implementierung der Videobewerbung für den Browser war aber noch lange nicht Schluss. Frau Henning dachte weiter und so wurde kurzerhand gemeinsam mit Jobufo eine Videobox für einen Messeauftritt realisiert. Da wir bei Jobufo von so viel Taten- und Umsetzungsdrang begeistert sind, haben wir uns die Personalreferentin einfach mal geschnappt, um ihr ein paar Fragen zu stellen. Was Anne-Mareike Henning von der Bewerbung per Video hält, was jeder Bewerber bei REMONDIS mitbringen sollte und was sie ihrem jüngeren Ich in Sachen Karriere rückblickend raten würde? Das können Sie hier erfahren!

     

    Liebe Frau Henning, REMONDIS deckt ja ein umfangreiches Betätigungsfeld ab - von Recycling über Industrieservices bis hin zur Abwasserreinigung und Trinkwasserversorgung. Welchen Bereich betreuen Sie als Personalreferentin genau? Und was sind dort Ihre Aufgaben?

    Ich betreue als Personalreferentin die kaufmännischen Fach- und Führungskräfte der REMONDIS Assets & Services und bin für die Personalentwicklung und das Recruiting verantwortlich. Darüber hinaus bin ich übergreifend für Personalmarketing und Employer Branding zuständig. Wir betreuen als Personal-Team der Assets & Services jeweils verschiedene Fachbereiche. Insgesamt sind wir drei Referenten, dazu kommen noch ein Azubi und eine Praktikantin.

    Ich kümmere mich vor allem auch im Bereich Recruiting um meine Fachabteilung und schaue, dass die freien Vakanzen möglichst schnell und gut besetzt werden.

     

     

    Und wie kann ich mir die Zusammenarbeit in Ihrem HR-Team vorstellen? Gibt es da regelmäßige Abstimmungstermine?

    Wir machen jeden Montag einen Jourfixe von ca. 30-60 Minuten. Je nachdem, wie viele Themen in der Woche anstehen oder welche Projekte in der Pipeline sind. Wir besprechen also die anstehende Woche und strukturieren die Themen vor. Gerade wenn Messen oder größere Themen anstehen, braucht es ein wenig mehr Zeit, um sich gut abzustimmen, damit vor Ort alles perfekt läuft.

     

     

    Bei welchen Jobs haben Sie momentan besonderen Bedarf an Kandidaten? Oder anders gefragt: Wo habe ich momentan die besten Chancen, wenn ich mich bei Ihnen bewerben möchte?

    Als REMONDIS Assets & Services sind wir der Standort bzw. die Unternehmenseinheit, die auch mal gerne Dinge ausprobiert und austestet, bevor diese über die anderen Standorte ausgerollt werden. Auf Messen treten wir dann aber natürlich als Unternehmensgruppe auf und bewerben dort alle Jobs, die wir als REMONDIS im Repertoire haben. Ich kann vor allem für meinen kaufmännischen Bereich sagen, dass Fachkräfte im Bereich Merger & Acquisitions oder Steuern sehr gefragt sind. Aber das ist wirklich nur ein Jobfeld von vielen. Beispielsweise suchen wir auch verstärkt nach Berufskraftfahrern.

    Es ist also ein sehr breites Jobportfolio, das wir anbieten. Das ist schön, dass wir so viel abdecken, aber natürlich auch eine Herausforderung im Recruiting. Generell lässt sich natürlich auch bei uns beobachten, dass sich der Jobmarkt hin zum Bewerbermarkt gedreht hat. Es ist nicht mehr so einfach, Bewerber zu finden oder potenzielle Kandidaten zur Bewerbung zu motivieren. Daher wollten wir ja auch unbedingt die Videobewerbung mit Jobufo austesten.

     

    Sie sagten es ja schon: Bei REMONDIS bieten Sie viele verschiedene Stellen und Jobprofile an - vom LKW-Fahrer bis zum Controlling-Spezialisten. Gibt es etwas, das ich als Kandidat grundsätzlich mitbringen sollte, wenn ich für REMONDIS arbeiten möchte?

    Etwas grundsätzliches gibt es nicht. Außer natürlich: die eigene Persönlichkeit. Die sollte man schon ins Unternehmen einbringen. Als familiengeführtes Unternehmen ist es uns wichtig, dass wir Persönlichkeiten einstellen. “Passt er oder sie ins Team und ist eine gute Ergänzung für uns?” Das sind Fragen, die wir uns stellen, wenn wir einen Bewerber kennenlernen. Bei REMONDIS leben wir kurze Entscheidungswege und flache Hierarchien in unserem Firmenalltag. Das wissen viele Bewerber sehr zu schätzen und entscheiden sich am Ende auch gerade deshalb für uns.

    Weiterhin ist beispielsweise auch Flexibilität in manchen Berufszweigen wichtig - gerade wenn man den nächsten Karriereschritt gehen möchte, muss man in einem so großen Unternehmen eventuell auch mal über einen Standortwechsel sprechen. Aber auch das kann ich ehrlich gesagt schlecht pauschalisieren. So vielfältig wie unsere Berufsgruppen, so vielfältig sind auch die Anforderungen an die Kandidaten. Aber uns ist wichtig, dass sich beide Seiten (Bewerber und Fachbereiche) wohlfühlen bei der Einstellungsentscheidung.

     

     

    Wie funktioniert der Bewerbungsprozess bei Ihnen?

    Der Bewerbungsprozess für den kaufmännischen Bereich, den ich ja vor allen Dingen betreue, ist eigentlich recht kurz. In der Regel gibt es zwei Gespräche. Beide davon persönlich, es sei denn der Kandidat hat einen sehr langen Anreiseweg. Dann machen wir das auch mal unkompliziert über Videokonferenz oder Telefon. Im Erstgespräch sind im Normalfall ein Personaler und der Teamleiter. Im Zweitgespräch ist dann zusätzlich zum Teamleiter der Abteilungs- oder Bereichsleiter dabei. So hat auch der Kandidat die Möglichkeit, sich ein gutes Bild davon zu machen, mit wem er oder sie in Zukunft zu tun hat.

     

     

    Und wie läuft ein Bewerbungsgespräch bei Ihnen ab?

    Wir stellen in den Gesprächen natürlich auch fachliche Fragen, um abzuklopfen, wo der Bewerber steht. Aber vor allem legen wir Wert auf den persönlichen Eindruck. Daher drehen sich auch viele Fragen um die Persönlichkeit des Bewerbers. Wir wollen eine entspannte Gesprächsatmosphäre, um sich wirklich gut kennen lernen zu können.

     

     
    Was waren für Sie bzw. für REMONDIS Assets & Services die Beweggründe, die Videobewerbung mit Jobufo zu testen? Und wie fügt sich die Videobewerbung für den Browser von Jobufo in ihre Prozesse ein? Gab es auch Stolpersteine?

    Als wir im letzten Jahr auf der IFAT waren, wurde uns klar: Wir müssen etwas Neues anbieten und moderner auftreten im Bewerbungsbereich. Unser Ziel war es, einen weiteren Bewerbungskanal anzubieten für diejenigen, die denken: “Anschreiben sind irgendwie nichts für mich.” Da schien uns die Videobewerbung als ideal, um gerade diese oft jüngeren Bewerber zu erreichen.

    Bei der Implementierung gab es höchstens kleinere Stolpersteine. Schön für mich ist: Egal, was es ist, ich kann Jobufo immer erreichen und das Problem wird sehr fix behoben. In unsere internen Prozesse fügt sich Jobufo nahtlos ein, da wir (wie oben schon erwähnt) eben viel Wert auf die Persönlichkeit des Kandidaten legen. Und das kann uns die Videobewerbung in jedem Fall vermitteln.

     


    Sie haben auf einer Messe bereits eine eigene Videobewerbungsbox für die Bewerbung mit Jobufo eingesetzt. Wie waren die Reaktionen der Interessenten an Ihrem Stand darauf?

    Die Reaktionen auf die Videobewerbungsbox waren sehr positiv und von Neugier geprägt. Entweder haben uns Messebesucher direkt darauf angesprochen, oder wir konnten sie unkompliziert ansprechen und dafür begeistern, sich doch mal an einer Videobewerbung zu versuchen. Nach kurzer Erklärung war bei fast allen eine eventuelle erste Skepsis verflogen und es wurde direkt vor Ort eine Bewerbung aufgenommen. Dabei war für uns kein Generationen-Unterschied erkennbar. Es sind also nicht nur die jungen Generationen, die sich von der Möglichkeit zur Videobewerbung begeistern lassen.

     

     

    Jetzt haben wir ja auch viel über Bewerber und Karriere gesprochen. Wie sind Sie eigentlich in den Personalbereich gekommen? Was waren Ihre Beweggründe, in diesem Job arbeiten zu wollen?

    Ich habe BWL studiert und wollte ursprünglich in die Richtung Wirtschaftsprüfung und Controlling. Während verschiedener Praktika habe ich aber dann gemerkt: Ich habe zwar eine ausgeprägte Affinität zu Zahlen, aber mir fehlt dabei die menschliche Interaktion. Ich bin ein sehr kommunikativer und kreativer Mensch und ich habe das Gefühl gewonnen, dass ich das im Schwerpunkt Finanzen zukünftig nicht richtig ausleben kann.

    Daher habe ich dann die Vertiefungsrichtung Personal eingeschlagen und wurde mir dann über Praktika und Werkstudententätigkeiten immer sicherer, dass das mein Bereich ist. Operative Personalarbeit, aber auch Coaching und Training - das war schon damals mein Ding.

    Der erste “richtige” Job war dann bei einem Mittelständler als HR Generalistin. Ich habe dort ca. 150 Mitarbeiter rundum betreut und dabei auch sehr viel über die operative Personalarbeit gelernt. Von der Lohn- und Gehaltsabrechnung über Arbeitsverträge und Zeugnisse bis zu Rekrutierung war ich dort für alles alleine verantwortlich. Bei REMONDIS kann ich nun meine Passion für strategische Themen ausleben. Mir macht es einfach Spaß, mich in die Tiefen von HR-Themen hineinzudenken und Lösungen zu finden sowie sie zu implementieren.

     

    "Sei einfach du selbst und mach dich nicht verrückt! Es ist kein Vorteil, wenn du deine Persönlichkeit zurückstellst im Bewerbungsgespräch."
    Anne-Mareike Henning, REMONDIS

     

    Wenn Sie ein paar Jahre in Ihrer Karriere zurückschauen: Gibt es etwas, das Sie der jüngeren Anne-Mareike in ihrer Bewerbungsphase mit auf den Weg geben würden?

    Ich würde meinem jüngeren Ich sagen: Sei einfach du selbst und mach dich nicht verrückt! Es ist kein Vorteil, wenn du deine Persönlichkeit zurückstellst im Bewerbungsgespräch. Am Ende muss man sich ja auch mit seiner Persönlichkeit ins Unternehmen einbringen - und dann passt es nicht und keiner hat etwas davon.

    Auch bei den Bewerbungsunterlagen würde ich heute anders vorgehen und versuchen, sie mehr zu meinen persönlichen Unterlagen zu machen. Beispielsweise würde ich Farben nutzen oder Icons einbauen. Und ich würde abwägen, ob ich wirklich ein Anschreiben anhängen will oder nicht doch lieber ein persönliches Video. Selbst wenn es keine implementierte Möglichkeit zur Videobewerbung gibt, würde ich auf anderem Wege versuchen, mein Video der Personalabteilung zukommen zu lassen.

    Ich würde der jüngeren Anne-Mareike also raten, sich mit ihrer ganzen Persönlichkeit zu zeigen - so wie sie ist und nicht so, wie es andere gerne hätten.

    Das würde ich übrigens auch gerne jedem Bewerber bei uns raten wollen. Seien Sie einfach so, wie Sie sind und zeigen Sie uns Ihre Persönlichkeit! Egal ob introvertiert oder extrovertiert - wir wollen SIE kennenlernen.

     

     

    Liebe Frau Henning, vielen Dank für das Interview und den Einblick in Ihr Unternehmen und Ihre Arbeit! Jobufo wünscht Ihnen viele interessante Kandidaten und tolle persönliche Bewerbungsgespräche!

     




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