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    Die Generationenfrage wirft im Recruiting vor allem eins auf: Noch mehr Fragen. Dazu gehören: Braucht es überhaupt eine Differenzierung? Wofür ist eine Unterscheidung in Millennials und Generation Z gut? Erreicht meine Kommunikationsstrategie nicht all diese “jungen Erwachsenen”?

    Denken wir an die 90er und frühen 00er Jahre zurück, wirft unser Erinnerungsvermögen gern sämtliche Entwicklungen dieser Zeitspanne in einen Topf. So auch, wenn wir an die Generationen denken, die dieser Zeit entstammen. Eine Betrachtung der absoluten Altersunterschiede der Personen, die in dieser Zeit geboren wurden, macht deutlich, wie wichtig eine Differenzierung ist, um eine zielführende Ansprache zu formulieren.

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    In 2020 sind die sogenannten Millennials oder Generation Y, geboren in den frühen 80ern bis zu den späten 90ern, zwischen 23 und 39 Jahren alt. Diese Personen sind also im Begriff, ihre Ausbildung abzuschließen oder stehen bereits mit beiden Beinen fest im Berufsleben. Im Gegensatz zur Generation Z, die derzeit gerade einmal zwischen 7 und 22 Jahren alt ist und somit kürzlich in die Schule gekommen ist, beziehungsweise diese gerade verlässt.

    Berührungspunkte mit dem digitalen Raum

    Anhand der jeweiligen Altersspanne beider Generationen ist gut erkennbar, an welch unterschiedlichen Lebenspunkten diese beiden Gruppen stehen. Auch unterschiedliche technische Kompetenzen und die Berührungspunkte mit dem digitalen Raum, der im Recruiting zum wichtigsten Kommunikationskanal geworden ist, werden durch die Differenzierung ablesbar. Während die Millennials der technischen Innovation zusehen konnten - vom Atatri-Computer über Internet bis hin zum Handy und nun Smartphone - wurde die Generation Z mitten in eine digitalisierte Welt hinein katapultiert. 

    Um es noch deutlicher zu machen: “Geh nicht zu nah an den Fernseher, sonst bekommst du viereckige Augen” oder “Kannst du endlich auflegen, du blockierst seit Stunden die Telefonleitung” sind Sätze, die Generation Z nicht mehr kennt. Das Internet und dessen Streaming-Angebote sind für sie allgegenwärtig, das Smartphone wird für alles genutzt nur nicht zum Telefonieren. 

    Die wichtigsten Unterschiede

    Für modernes Recruiting sind das Wissen um die Unterschiede in der Mediennutzung und dem Zugang dazu unabdingbar. Wenn es darum geht, die besten Zielgruppen-Kanäle zu identifizieren, sollte man sich bereits vor der Stellenausschreibung diesen Fragen stellen: Wo hält sich meine Zielgruppe auf? Welche Botschaften werden verstanden?

    Wer Auszubildende sucht, findet diese in der Generation Z wieder. Es gilt also diejenigen anzusprechen, die das Internet seit jeher in der Hosentasche tragen und der Plattform Facebook so langsam den Rücken kehren. Stattdessen schaut sich diese Generation über mobiles Netz kreative Instagram-Stories und TikTok-Videos an. Young Professionals hingegen sind diese Millennials, die bereits gut ausgebaute Netzwerke auf LinkedIn haben und im Netz Vergleichsangebote zu Bausparverträgen einholen.

    Die wichtigsten Unterschiede zwischen Millennials und der Generation Z sowie die wichtigsten Ableitungen daraus für Ihr Recruiting haben wir hier für Sie zusammengefasst:

    TechnologieLiegend_Laptop
    • Millennials: Haben den Prozess der Technologisierung unseres Alltags mitverfolgt und haben viele Entwicklungsschritte als bahnbrechend erlebt.
    • Kennen noch eine weitestgehend analoge Welt, in der Informationen und Hilfsmittel nicht immer direkt zur Hand sind.
    • Generation Z: Kennen seit jeher iPads, Smartphones und überall verfügbares Internet. Technologisierter Alltag zu Hause und in der Schule gehören zur Normalität.
    • Sind es gewohnt, sämtliche Informationen und vorgefertigte Lösungen ständig verfügbar zu haben.
    • Was bedeutet das für Ihr Recruiting?
      Durch die ständige Verfügbarkeit von Informationen, sind beide Generationen einer permanenten Reizüberflutung ausgesetzt. Die Aufmerksamkeitsspanne ist dadurch extrem kurz. Wo Millennials noch ca. 12 Sekunden Aufmerksamkeit aufbringen können, haben Sie bei der Generation Z nur 8 Sekunden, um zu überzeugen. Sie müssen Ihre Infos also auf den Punkt bringen.
    Mobiles NutzungsverhaltenLaufend zu zweit_Mit Handy
    • Millennials: Kennen noch Internet auf einem stationären Gerät und haben häufig noch einen Computer für “wichtige” Angelegenheiten wie Bankgeschäfte und Bewerbungen.
    • Sind in der Regel 7.5 Stunden/Tag online.
    • Generation Z: Nutzen vor allem mobiles Internet, insbesondere für den Konsum von Videoinhalten und Social Media. Auch wichtige Angelegenheiten werden mit dem Smartphone erledigt. 
    • Sind in der Regel 10 Stunden/Tag online.
    • Was bedeutet das für Ihr Recruiting?
      Sowohl in der Ansprache von Millennials als auch von Gen Z, ist ein mobil optimierter Bewerbungsprozess unabdingbar. Dazu gehört eine Karriereseite, die auf dem Smartphone gut darstellbar ist und vor allem bedienbar ist. Inhalte müssen schnell laden, ohne zu viel Datenvolumen zu verbrauchen. Bedenken Sie außerdem die Vorliebe für Videoinhalte bei der Generation Z: Bei dieser Gruppe sind insbesondere Bewegtbilder für die Ansprache wichtig.
    Plattformnutzung und App-Verhalten Sitzend auf Kasten und daneben
    • Millenials: Sind ca. 2.5 Stunden pro Tag in sozialen Netzwerken unterwegs. Vor allem: Facebook, Instagram, LinkedIn und Twitter. 
    • Generation Z: Sind ca. 3 Stunden pro Tag in den sozialen Netzwerken unterwegs. Vor allem: Instagram, YouTube, Snapchat und TikTok.
    • Was bedeutet das für Ihr Recruiting?
      Die Wahl der richtigen Kanäle muss verknüpft sein mit der Wahl der richtigen Inhalte. Bewegtbild oder Text, viel Information oder wenig - das kommt ganz auf die Kanäle an. Bevor Sie sich also für Formate entscheiden, sollten Sie die Kanäle zunächst einmal selbst ausprobieren und studieren. Auch die Nachfrage bei den verschiedenen Zielgruppen innerhalb des Unternehmens kann sich lohnen. Lassen Sie sich Lieblings-Profile und Inhalte zeigen und leiten Sie daraus eigene Ideen ab.

    Mit diesem Überblick wollen wir Sie einladen, sich mit der jungen Zielgruppe in der Form auseinanderzusetzen, dass Sie die Ansprüche der differenzierbaren Gruppen erkennen und diese in Ihrer Ansprache - insbesondere im Recruiting - aufgreifen. 

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    Blog_FooterWelche Maßnahmen ergreifen Sie bereits, um die junge Zielgruppe zu erreichen? Welche Ansätze haben sich dabei als effektiv herausgestellt und welche haben Sie verworfen?

    Eva Stock, Head of Business Relations, freut sich von Ihnen zu hören. Hier in den Kommentaren oder an: eva.stock(at)jobufo.com




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