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Welche Kriterien sind Jugendlichen bei der Berufswahl wichtig? Die SINUS Jugendstudie 2020 hat Schüler*innen sehr detailliert befragt und ist wieder einmal zu dem Schluss gekommen, dass die Heranwachsenden anders ticken, als gemeinhin angenommen wird. Was Sie daraus als Unternehmen für Ihr Azubi-Recruiting lernen können? Lesen Sie hier nach!

Seit 2008 untersucht das SINUS Institut alle vier Jahre in einer groß angelegten Milieustudie wie Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren so ticken. Wiederholt stellt die Studie fest, dass die Jugendlichen weder besonders pessimistisch noch optimistisch in die Zukunft blicken. Vielmehr legen sie einen gewissen Pragmatismus an den Tag. Besonders interessant ist in der diesjährigen Studie der Themenschwerpunkt "Berufswahlprozesse". 

Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit Jobufo Ihren Bewerbungsprozess modern und zielgruppengerecht gestalten.

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Die Forschungsfragen zu diesem Schwerpunkt beschäftigen sich unter anderem damit, was das Thema “Berufswahl” bei Jugendlichen auslöst oder mit wem sie darüber sprechen. 

Informationen zur Berufswahl kommen aus unterschiedlichen Quellen

Jugendliche holen sich vor allem im familiären Umfeld und in ihrem Freundeskreis Informationen und Tipps und Tricks zur Berufswahl ein. Aber auch Berufsberater*innen und - wichtig - auch Unternehmensvertreter*innen, die Schulbesuche abstatten werden als einflussreich angesehen. Wichtig ist den Jugendlichen dabei eine wirklich persönliche Atmosphäre und eine Begegnung auf Augenhöhe.

Als Unternehmen sollten Sie also auch auf Schulbesuche setzen. Ob Sie den Klassenverband im Unterricht oder in einer Online-Veranstaltung ansprechen, ist dabei egal. Hauptsache, Sie gestalten die Begegnung spannend und auf Augenhöhe und stehen für alle Fragen bereit. Gerade wenn Sie als HRler*in zur Verfügung stehen, sollten sie die Schüler*innen mit Fragen zur “echten Bewerbungswelt” löchern dürfen! Und wenn Sie noch einen Azubi mit einbinden, können Sie die Schüler*innen-Herzen sicher im Sturm erobern

Eher “weiche Kriterien” bei der Ausbildungssuche entscheidend

"Spaß bei der Arbeit" kristallisiert sich unter den Ergebnissen der Studie als wichtigstes Entscheidungskriterium bei der Berufswahl der Jugendlichen heraus. Was zunächst nach einer heranwachsenden Generation von Arbeitsfaulenzer*innen klingt, liegt eigentlich in einem durchaus nachhaltigen Streben nach Selbstverwirklichung begründet. Spaß bei der Arbeit bedeutet z.B. für die Jugendlichen, dass der Beruf den eigenen Fähigkeiten und Neigungen entsprechen soll, dass Potenzial besteht, sich kreativ zu entfalten oder einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag mit sich bringt.

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Auch ein gutes Arbeitsklima sowie geregelte Arbeitsverhältnisse mit klaren Anfangs- und Schlusszeiten sind den Schüler*innen wichtig. Die vielbeschworenen flexiblen Arbeitszeiten sind für diese Zielgruppe also eher gar kein positiv besetztes Thema. Dafür wird aber Wert darauf gelegt, dass die Arbeit ein sinnstiftendes Element enthält. Ähnliches beschreibt auch unsere Werkstudentin Lea-Mara in ihrem Beitrag.

Lieber “coole Kollegen” als “fett Kohle”

Die Bezahlung hat keine oberste Priorität. Zwar wird ein gutes Einkommen auch von jungen Menschen als Basis für ein gutes Leben gesehen, es bestimmt aber nicht die Berufswahl. Ein gutes Arbeitsklima ist da wichtiger. 

Ausbildungsunternehmen, die in diesen Punkten bereits gut aufgestellt sind, sollten bei Schulbesuchen also genau  damit werben. Dabei ist der persönliche Kontakt und eine Begegnung auf Augenhöhe wichtig, denn damit erreicht man die Schüler*innen am besten.


Marie_FooterWie gestalten Sie die Ansprache an angehende Auszubildende oder Young Professionals? Können wir Ihnen dabei behilflich sein?

Marie Matthes, Social Media Managerin, freut sich von Ihnen zu hören. Hier in den Kommentaren oder an: mm@jobufo.com




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