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    In der vergangenen Woche fand gemeinsam mit den Unternehmen whyapply, mobileJobs, CASE, Talentwunder und get in eine HR-Online-Konferenz statt. Sie stand unter dem Titel: “Wer tickt wie? Lernen Sie Ihre Zielgruppen kennen!” Die wichtigsten Learnings für eine zielgruppengerechte Ansprache von Kandidat*innen haben wir in diesem Artikel für Sie zusammengefasst.

    In Kurzvorträgen und einer anschließenden Podiumsdiskussion wurde in der Online-Konferenz verdeutlicht, wie Unternehmen eine zielgruppengerechte Ansprache schaffen und was Sie dabei beachten müssen. Erfolgreiche Rekrutierung ist keine Glückssache, sondern lebt von einer guten Recherche und Vorarbeit.

    1. Tipp: Recherche ist die halbe Zielgruppe

    Mit einer guten Recherche zur Zielgruppe, hat man bereits die halbe Garantie für eine erfolgreiche Kampagne. Wie man eine gute Recherche beginnt? “Sich in die Schuhe der Zielpersonen stellen”, lautet das oberste Gebot. Wie sieht die Mediennutzung der Zielgruppe aus? Auf welchen Kanälen sind diese zu finden? Welche Werte und Themen sind der Zielgruppe wichtig? Einfache Anfragen in Suchmaschinen spucken schon eine Menge Infos aus, die zusammengetragen und zugespitzt werden wollen. Wie Sie das schaffen?

    2. Tipp: Zielgruppenanalyse und Personas

    Die Zielgruppe zuzuspitzen ist für eine erfolgreiche Bewerber*innen-Ansprache besonders ratsam. Stellen Sie sich vor, Sie suchen eine*n LKW-Fahrer*in mit 10 Jahren Berufserfahrung. Denjenigen bzw. diejenige suchen Sie wahrscheinlich zunächst in einer bestimmten Altersgruppe. In dieser tummeln sich dann aber auch Bürokaufmänner und -frauen, Rettungssanitäter*innen, Erzieher*innen, Selbstständige und viele mehr. 

    Es gilt also, mehr Details zu verstehen: Wo halten sich LKW-Fahrer*innen im Netz auf? Wahrscheinlich keine Überraschung, aber hilfreich: Der Desktop-PC spielt in dieser Zielgruppe keine Rolle! Stellen Sie die Frage danach, welche Apps genutzt werden, zu welcher Uhrzeit und an welchen Wochentagen Ihre Zielgruppe nach Jobs sucht und welche Arbeitsbedingungen in dieser Zielgruppe besonders wichtig sind. Und gehen Sie darauf in Ihren weiteren Überlegungen ein. Je mehr Teile Sie dem Zielgruppen-Puzzle hinzufügen, desto klarer wird die Ausrichtung Ihrer Kampagne.

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    3. Tipp: Die Zielgruppe fragen

    Sie haben bereits Mitarbeiter*innen aus der Zielgruppe Ihrer Recruiting-Aktivitäten im eigenen Unternehmen? Super! Dann sollten Sie diesen Wissensschatz nutzen und die Mitarbeiter*innen direkt um Ihre Meinung und Rat fragen: Fühlen sie sich von der Anzeige angesprochen? Stellen sie sich vielleicht sogar für Bildmaterial oder als Testimonial zur Verfügung? Können sie vielleicht auch über Mitarbeiter*innen-Empfehlungen ihre Freund*innen und Bekannten informieren? Sie werden erstaunt sein, was Sie bei diesen Recherchen herausfinden. Probieren Sie es einfach mal aus!

    4. Tipp: Schnelligkeit ist Trumpf

    Nicht nur die Geschwindigkeit der Einstellungsprozesse ist gerade bei begehrten Kandidat*innen-Gruppen entscheidend. Auch die Schnelligkeit in Sachen Bewerbungsprozess ist wichtig. Wie schnell kann sich ein*e Bewerber*in tatsächlich bewerben? Gibt es innerhalb des Bewerbungsprozesses einen Medienbruch - also müsste der bzw. die Kandidat*in vom Smartphone zu einem Desktop-Gerät wechseln, um sich erfolgreich bewerben zu können?

    Auch hier kommen wieder Ihre Personas ins Spiel. Stellen Sie sich in die Schuhe der Bewerber*innen und überlegen Sie dabei, wie Sie Ihren Prozess verbessern können. Nutzen Sie auch hier das Wissen, das bereits durch Ihre Mitarbeiter*innen im Unternehmen existiert (siehe vorheriger Punkt).

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    Halten Sie sich Ihre Personas bei der Kampagnen-Erstellung wiederholt vor Augen und erweitern Sie diese. Je mehr Informationen Sie über Ihre Zielgruppe haben, desto besser.

    5. Tipp: Die Mischung macht’s

    Auch bei einer umfassenden Zielgruppenrecherche ist es wichtig, nicht nur “auf ein Pferd zu setzen”. A/B-Tests mit verschiedenen Einstellungen, Kanälen und Bild- sowie Textmaterial gehören dazu, um am Ende Erfolge zu verbuchen. Wichtig ist, mit einem klaren Ziel zu starten und auch über mehrere Etappen zu arbeiten.

    Vielleicht ergibt es bei Ihren Rekrutierungsbemühungen mehr Sinn, zunächst Aufmerksamkeit zu erzeugen als potenzieller Arbeitgeber und dann erst mit einer guten Re-targeting-Kampagne die Kandidat*innen einzusammeln und zu Bewerber*innen zu machen. Die Möglichkeiten sind so vielfältig wie die Kandidat*innen selbst. Probieren Sie einfach Dinge aus und trauen Sie sich, auch mal in eine Sackgasse zu laufen. Am Ende der nächsten Abbiegung wartet dann vielleicht schon Ihre Zielgruppe!

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